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Am 8. und 9. September fand die Internationale Abschlusskonferenz IME-2016 zum Thema „Interkulturelle Mediation im heutigen Europa: Herausforderungen und Möglichkeiten“ statt. Die Konferenz wurde im Rahmen des EU-Projektes TIME (Weiterbildung für interkulturell Vermittelnde für ein multikulturelles Europa) mit großem Erfolg durchgeführt und richtete sich primär an ForscherInnen und ExpertInnen der interkulturellen Mediation sowie an Beschäftigte aus verbundenen Disziplinen, wie z.B. SozialarbeiterInnen; ForscherInnen, die mit ImmigrantInnen zusammenarbeiten; Mitglieder von MigrantInnen-Communities; Mitglieder von Bildungseinrichtungen; MitarbeiterInnen von Ausbildungs- und Schulungszentren; NGOs und Volontärseinrichtungen; Angestellte der öffentlichen Verwaltung und VertreterInnen von Gebietskörperschaften.

Das Ziel der Konferenz war es, Ergebnisse und Erkenntnisse des Projektes TIME, welches von ERASMUS+ finanziert wird, bestmöglich zu nutzen. Des Weiteren standen die Identifikation und Diskussion potentieller Herausforderungen, die Entdeckung von Möglichkeiten, der Austausch von Wissen über Methoden und deren Vermittlung sowie die Präsentation erfolgreicher Methoden in der interkulturellen Mediation im Fokus des Zusammentreffens.

Als TeilnehmerInnen waren vor allem VertreterInnen von Ministerien oder Personen aus der öffentlichen Verwaltung aus verschiedenen europäischen Ländern vor Ort. Zusätzlich dazu nahmen auch GeschäftsführerInnen von NGOs, UniversitätsprofessorInnen, ExpertInnen im Bereich Migration sowie JournalistInnen an der zweitätigen Konferenz teil.

Folgende Programmpunkte fanden während der IME-2016 statt: Präsentation des TIME-Projektes; Vorlesungen angesehener DozentInnen und ExpertInnen, Vorträge Interkultureller MediatorInnen, Workshops zu Beratungsrichtlinien und –methoden, Hands-on Workshops.

Im Rahmen der Konferenz wurden detaillierte Präsentationen der TIME-Projektergebnisse durchgeführt. Diese beinhalteten:
- Die Festlegung des Arbeitsbereiches in der interkulturellen Mediation von ImmigrantInnen in Europa
- Das Ausbildungsprogramm von Interkulturellen MediatorInnen sowie von TrainerInnen der interkulturellen Mediation, das im Rahmen des TIME-Projektes entwickelt wurde
- Die vielfältigen Berufsbilder von Interkulturellen MediatorInnen in Europa und der Beitrag, den das TIME- Projekt dafür geleistet hat.
- Ein europaweit einheitliches Profil und Verhaltensregeln von Interkulturellen MediatorInnen
- Die Prognosen zur Zertifizierung bzw. Akkreditierung des Wissens Interkultureller MediatorInnen in den Ländern der EU.

Die oben genannten Forschungsergebnisse sowie die Präsentation der Projektergebnisse wurden durch interessante Debatten ergänzt. Folgende Themen wurden dabei diskutiert:
- Aktuelle migrationspolitische Themen in Griechenland im Zusammenspiel mit Projekten zur interkulturellen Mediation sowie die Rolle von NGOS
- Die Implementierung und Verbreitung von Best-Practice-Beispielen im Bereich der interkulturellen Mediation (wie bereits im TIME-Projekt darauf hingewiesen wurde)
- Aufzeigen von Beispielen in der Praxis, in denen Methoden der interkulturellen Mediation erfolgreich umgesetzt wurden (z.B. SONETOR-Portal; das Verfahren zur Durchführung von Videokonferenzen in der interkulturellen Mediation in Belgien)
- Einsichten in verschiedene Aspekte der interkulturellen Mediation (z.B. Mediation im kulturellen bzw. gesundheitlichen Bereich)
- Persönliche Erfahrungen in der Praxis im Bereich der interkulturellen Mediation


Workshops, die zur gleichen Zeit stattfanden, beinhalteten Themen wie:
- Interkulturelle Mediation als notwendige Kompetenz für WeltbürgerInnen
- Interkulturelle Mediation und Interpretation
- Berufsmöglichkeiten im Bereich der interkulturellen Mediation

Als weitere Besonderheit der Konferenz stellten ExpertInnen ihre Forschungsergebnisse im Bereich der kulturellen, linguistischen und sozialen Aspekte des interkulturellen Dialogs der griechischen Gesellschaft auf Plakaten dar.

Die Debatten, die während der Konferenz stattfanden, wurden insofern als aktuell und zeitgemäß erachtet, als dass die Auswirkungen der Flüchtlingskrise überall in Europa sichtbar und spürbar sind.

Update über die Ergebnisse des Projektes

Kurs zum Selbststudium für TrainerInnen im Bereich der interkulturellen Mediation (Ergebnis No.5 - O5)

Wollen Sie Profile von TrainerInnen oder einzelne Module herunterladen?

Eines der zentralen Ergebnisse des TIME-Projektes war die Entwicklung eines Kurses zum Selbststudium für TrainerInnen im Bereich der interkulturellen Mediation.
  

Der Kurs wurde als modulares Ausbildungsprogramm für die Zielgruppe der aktuellen und zukünftigen TrainerInnen von Interkulturellen MediatorInnen für MigrantInnen (IMFM) gestaltet. Er stützt sich auf die Trainings-Anforderungen sowie auf die zur Verfügung stehenden Forschungsdaten in diesem Bereich.

Was beinhaltet der Kurs?
Es wurden sowohl Daten, welche im Rahmen von Forschungsaktivitäten während des Projektes gewonnen wurden, als auch potentielle Anforderungen für das neue IMFM-Programm analysiert, um festzustellen, welche Kompetenzen, Charakteristika und Fähigkeiten für zukünftige IMFM-TrainerInnen relevant sind. Hier wurde vor allem auf die notwendigen formellen Qualifikationen, zwischenmenschlichen und sprachlichen Fähigkeiten sowie Erfahrungen in der interkulturellen Mediation eingegangen. Als Resultat erhielt man die Definition eines erwünschten Trainer-Profils, das den Anforderungen des IMFM-Programmes des TIME-Projektes entspricht.

Dementsprechend wurde auch ein Ausbildungsprogramm für ExpertInnen mit verschiedenen Schwerpunkten und unterschiedlichen Erfahrungen in der interkulturellen Mediation entwickelt. Als Zielgruppe des Programmes sollen ExpertInnen dienen, die das im Rahmen der TIME-Partnerschaft entwickelte IMFM-Ausbildungsprogramm für die Ausbildung Interkultureller MediatiorInnen umsetzen sollen. Das Ausbildungsprogramm kann jedoch auch von allen aktiven oder zukünftigen TrainerInnen der interkulturellen Mediation, die ihre Fähigkeiten weiterentwickeln wollen, genutzt werden.

Sowohl die erwünschten Lernergebnisse als auch der Ausbildungsinhalt wurden in modularer Form entwickelt und beinhalten folgende Themen:
- Besonderheiten des IMFM-Ausbildungsprogrammes
- Methoden und Techniken der Erwachsenenbildung
- Psychologische Aspekte der Mediation
- Kommunikationstechniken
- Kulturelle und naturwissenschaftliche Aspekte
- Rechtliche Aspekte der interkulturellen Mediation
- Materialien für die interkulturelle Mediation

Empfehlungen für die Validierung, Zertifizierung und Akkreditierung
der Ausbildung zum Interkulturellen Mediator (Ergebnis No.6 - O6)

Wollen Sie mehr erfahren bzw. die Studie herunterladen? 

 

Ein weiterer wichtiger Beitrag des TIME-Projektes im Bereich der interkulturellen Mediation in Europa ist das Projektergebnis O6 – Empfehlungen für die Validierung, Zertifizierung und Akkreditierung der Ausbildung zum Interkulturellen Mediator.


Damit werden die Möglichkeiten zur Akkreditierung und Validierung neuer Kurse im TIME-Projekt sowohl für Interkulturelle MediatorInnen als auch für deren TrainerInnen untersucht.

Zuerst wurde eine Angleichung an EQF- und ECVET-Standards vorgenommen. Im Anschluss daran wurden die zuständigen Akkreditierungsbehörden in den jeweiligen Ländern der Projektpartner kontaktiert und Informationen und Voraussetzungen zum Akkreditierungsprozess eingeholt.

In diesem Werk werden die vorherrschenden Akkreditierungsprozesse in jedem Land kurz beschrieben sowie die Angleichung neuer Kurse an den NQF vorgeschlagen. Auch werden Möglichkeiten zur Akkreditierung von Kursen aufgezeigt und Empfehlungen von Stakeholdern gemacht, um die Professionalisierung der interkulturellen Mediation weiterhin zu fördern.

Nationale „Multiplier Events“ zur Präsentation neuer Ausbildungsprogramme und zur Kommunikation mit Stakeholdern

Die letzte Veranstaltungsserie fand im Sommer 2016 in den sieben EU-Ländern Griechenland, Belgien, Österreich, Deutschland, Italien, Polen und Portugal statt.

Die zentrale Fragestellung in den während der Events stattgefundenen Diskussionen war, wie Interkulturelle MediatorInnen jene Fähigkeiten und Kompetenzen erlangen können, die in den Ausbildungskursen des TIME-Projektes für Interkulturelle MediatorInnen sowie in den Kursen zum Selbststudium für TrainerInnen vorgeschlagen werden, damit sie ihre Aufgaben effizient erledigen können. In Gesprächen mit Stakeholdern und beteiligten Sozialpartnern konnte nützliches Feedback zum Thema, wie die Resultate des TIME-Projektes am besten verwertet werden können bzw. sollen, um die Wirkungen des Projektes zu maximieren, gewonnen werden.

Um mehr Informationen über stattgefundene Events zu erhalten, besuchen Sie die „Multiplier-Event“-Seite der Projekt-Webseite: Multiplier Events section on the project website.

Sollten Sie regelmäßiges Feedback über den Fortschritt des Projektes (sowie über kommende Events und Updates der Aktivitäten erhalten wollen), so melden Sie sich bitte für unseren Newsletter an.

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